EU Reformen > Gesundheitsreform Österreich
Kurzfassungen zu Ideen der Gesundheitsreform 4.0 / 2026
Gesundheits- und Pflegeversorgung in Österreich zukunftssicher gestalten
Stand: Jänner 2026
Autor: Jörg Kibbat / IGTV – Interessenvertretung GesundheitTransfer & Verkehr
1. Ausgangslage
Der Fachkräftemangel im österreichischen Gesundheits- und Pflegewesen stellt eine strukturelle Herausforderung dar.
• Demografischer Wandel
• steigende Pflegebedarfe
• Pensionierungswelle im Pflegebereich
• begrenzte Rekrutierungspotenziale im EU-Raum
führen zu wachsender Abhängigkeit von kostenintensiven Übergangslösungen (z. B. Leiharbeit, Agenturmodelle).
Diese verursachen:
• überproportionale Mehrkosten für Länder und Sozialversicherungsträger
• Qualitäts- und Kontinuitätsverluste in der Versorgung
• Belastung des Stammpersonals
• ineffiziente Mittelverwendung im öffentlichen Budget
Ein strategischer Kurswechsel ist erforderlich.
2. Zielsetzung
Stabilisierung der Gesundheits- und Pflegeversorgung durch:
• nachhaltige Fachkräftebindung
• Qualitätssteigerung in Versorgung und Betreuung
• effizienten Einsatz öffentlicher Mittel
• geordnete und integrationsfähige Fachkräftezuwanderung
• Beschwerdemanagement zum Schutz von Auszubildenden, Fach-, Pflege- und Führungskräften, Studierenden sowie besonders vulnerablen Menschen
3. Kernelemente
3.1 Systemwechsel einleiten
Vorrang für Versorgungssicherheit und Qualität vor kurzfristiger Kostenoptimierung.
Reduktion kostenintensiver Notlösungen im Leiharbeitsbereich.
3.2 Leiharbeit begrenzen – Festanstellung stärken
• Prüfung regulatorischer Begrenzungen von Leiharbeit im Pflege- und Gesundheitsbereich
• Förderung regulärer Anstellungen im Rahmen kollektivvertraglicher Standards
• Finanzielle Anreizsysteme für Länder, Träger und Einrichtungen
Einsparpotenzial: Bei Substitution von 2.000 Leiharbeitskräften mittelfristig Einsparungen im hohen dreistelligen Millionenbereich jährlich.
3.3 Gezielte internationale Fachkräftezuwanderung
Strategische Rekrutierung qualifizierter Fachkräfte aus Drittstaaten im Rahmen des Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetzes (NAG) und der Rot-Weiß-Rot-Karte.
Mindeststandards:
• Deutschkenntnisse mindestens B2 (Perspektive C1 im klinischen Bereich)
• beschleunigte Nostrifikation in Kooperation mit Ländern
• reguläre Vollzeitanstellung nach österreichischem Arbeitsrecht
• Integration über den Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF)
3.4 Qualitätssicherung und Sicherheitsarchitektur
Vor Aufnahme der Tätigkeit:
• Identitäts- und Dokumentenprüfung
• Echtheitsprüfung von Ausbildungsnachweisen
• Strafregisterbescheinigung
• Gesundheits- und Qualifikationsprüfung gemäß GuKG
• Finanz- und Social-Screening zum Schutz vor Instrumentalisierung, Kriminalisierung und/oder Radikalisierung sowie zur Feststellung von Schleuseraktivitäten
Rechtsstaatlich, diskriminierungsfrei und qualitätssichernd.
Stand: Jänner 2026
Autor: Jörg Kibbat / IGTV – Interessenvertretung GesundheitTransfer & Verkehr
1. Ausgangslage
Der Fachkräftemangel im österreichischen Gesundheits- und Pflegewesen stellt eine strukturelle Herausforderung dar.
• Demografischer Wandel
• steigende Pflegebedarfe
• Pensionierungswelle im Pflegebereich
• begrenzte Rekrutierungspotenziale im EU-Raum
führen zu wachsender Abhängigkeit von kostenintensiven Übergangslösungen (z. B. Leiharbeit, Agenturmodelle).
Diese verursachen:
• überproportionale Mehrkosten für Länder und Sozialversicherungsträger
• Qualitäts- und Kontinuitätsverluste in der Versorgung
• Belastung des Stammpersonals
• ineffiziente Mittelverwendung im öffentlichen Budget
Ein strategischer Kurswechsel ist erforderlich.
2. Zielsetzung
Stabilisierung der Gesundheits- und Pflegeversorgung durch:
• nachhaltige Fachkräftebindung
• Qualitätssteigerung in Versorgung und Betreuung
• effizienten Einsatz öffentlicher Mittel
• geordnete und integrationsfähige Fachkräftezuwanderung
• Beschwerdemanagement zum Schutz von Auszubildenden, Fach-, Pflege- und Führungskräften, Studierenden sowie besonders vulnerablen Menschen
3. Kernelemente
3.1 Systemwechsel einleiten
Vorrang für Versorgungssicherheit und Qualität vor kurzfristiger Kostenoptimierung.
Reduktion kostenintensiver Notlösungen im Leiharbeitsbereich.
3.2 Leiharbeit begrenzen – Festanstellung stärken
• Prüfung regulatorischer Begrenzungen von Leiharbeit im Pflege- und Gesundheitsbereich
• Förderung regulärer Anstellungen im Rahmen kollektivvertraglicher Standards
• Finanzielle Anreizsysteme für Länder, Träger und Einrichtungen
Einsparpotenzial: Bei Substitution von 2.000 Leiharbeitskräften mittelfristig Einsparungen im hohen dreistelligen Millionenbereich jährlich.
3.3 Gezielte internationale Fachkräftezuwanderung
Strategische Rekrutierung qualifizierter Fachkräfte aus Drittstaaten im Rahmen des Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetzes (NAG) und der Rot-Weiß-Rot-Karte.
Mindeststandards:
• Deutschkenntnisse mindestens B2 (Perspektive C1 im klinischen Bereich)
• beschleunigte Nostrifikation in Kooperation mit Ländern
• reguläre Vollzeitanstellung nach österreichischem Arbeitsrecht
• Integration über den Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF)
3.4 Qualitätssicherung und Sicherheitsarchitektur
Vor Aufnahme der Tätigkeit:
• Identitäts- und Dokumentenprüfung
• Echtheitsprüfung von Ausbildungsnachweisen
• Strafregisterbescheinigung
• Gesundheits- und Qualifikationsprüfung gemäß GuKG
• Finanz- und Social-Screening zum Schutz vor Instrumentalisierung, Kriminalisierung und/oder Radikalisierung sowie zur Feststellung von Schleuseraktivitäten
Rechtsstaatlich, diskriminierungsfrei und qualitätssichernd.
3.5 Freiwillige Integrationsbegleitung (FIB)
Einführung einer freiwilligen staatlich begleiteten Integrationsstruktur für medizinische Fachkräfte.
Elemente:
• strukturierte Integrationsgespräche
• berufsbegleitende Sprachförderung
• Mentoringprogramme
• regelmäßige Evaluationsgespräche
Ziel:
• höhere Integrationsstabilität
• Schutz vor Ausbeutung
• gesellschaftliche Akzeptanz
• langfristige Fachkräftebindung
3.6 Wohn- und Sozialkonzepte
In Kooperation mit Ländern und Gemeinden:
• Nutzung leerstehender Büroimmobilien
• modulare Boardinglösungen
• temporäre Dachaufstockungen
• PPP-Modelle mit gemeinnützigen Bauträgern
Beachtung der jeweiligen Landesbauordnungen und Brandschutzvorschriften.
Politischer Mehrwert
• Versorgungssicherheit: stabile Personalstrukturen
• Haushaltsentlastung: Reduktion ineffizienter Ausgaben
• Qualität & Vertrauen: transparente Standards
• Koalitionsfähigkeit: Ordnung, Integration und soziale Verantwortung
MINISTERIELLE KURZVORLAGE (ÖSTERREICH)
Begleitete und sichere Fachkräftezuwanderung im Gesundheitswesen
Ressortübergreifender Ansatz zur Stabilisierung von Versorgung, Sicherheit und Arbeitsmarkt
Federführung:
BMSGPK
Beteiligte Ressorts:
BMI · BMAW · BMK · Bundeskanzleramt · Länder
1. Ziel
Aufbau eines strukturierten Systems zur:
• qualitätsgesicherten Fachkräftezuwanderung
• integrationsgestützten Arbeitsmarktintegration
• Sicherung der öffentlichen Ordnung
• Stabilisierung der Gesundheitsversorgung
2. Substitution von Leiharbeit
Schrittweiser Ersatz kostenintensiver Agenturmodelle durch:
• festangestellte Pflege- und Gesundheitskräfte
• Rot-Weiß-Rot-Karte-Fachkräfte
• tarif- bzw. kollektivvertragliche Entlohnung
• Integration in Regelstrukturen
3. Integrationsarchitektur
Koordination zwischen:
• Österreichischer Integrationsfonds (ÖIF)
• AMS
• Landesgesundheitsfonds
• Trägerorganisationen
• Menschenrechtsorganisationen
Freiwillige Integrationsbegleitung mit Evaluationsmechanismen.
Einführung einer freiwilligen staatlich begleiteten Integrationsstruktur für medizinische Fachkräfte.
Elemente:
• strukturierte Integrationsgespräche
• berufsbegleitende Sprachförderung
• Mentoringprogramme
• regelmäßige Evaluationsgespräche
Ziel:
• höhere Integrationsstabilität
• Schutz vor Ausbeutung
• gesellschaftliche Akzeptanz
• langfristige Fachkräftebindung
3.6 Wohn- und Sozialkonzepte
In Kooperation mit Ländern und Gemeinden:
• Nutzung leerstehender Büroimmobilien
• modulare Boardinglösungen
• temporäre Dachaufstockungen
• PPP-Modelle mit gemeinnützigen Bauträgern
Beachtung der jeweiligen Landesbauordnungen und Brandschutzvorschriften.
Politischer Mehrwert
• Versorgungssicherheit: stabile Personalstrukturen
• Haushaltsentlastung: Reduktion ineffizienter Ausgaben
• Qualität & Vertrauen: transparente Standards
• Koalitionsfähigkeit: Ordnung, Integration und soziale Verantwortung
MINISTERIELLE KURZVORLAGE (ÖSTERREICH)
Begleitete und sichere Fachkräftezuwanderung im Gesundheitswesen
Ressortübergreifender Ansatz zur Stabilisierung von Versorgung, Sicherheit und Arbeitsmarkt
Federführung:
BMSGPK
Beteiligte Ressorts:
BMI · BMAW · BMK · Bundeskanzleramt · Länder
1. Ziel
Aufbau eines strukturierten Systems zur:
• qualitätsgesicherten Fachkräftezuwanderung
• integrationsgestützten Arbeitsmarktintegration
• Sicherung der öffentlichen Ordnung
• Stabilisierung der Gesundheitsversorgung
2. Substitution von Leiharbeit
Schrittweiser Ersatz kostenintensiver Agenturmodelle durch:
• festangestellte Pflege- und Gesundheitskräfte
• Rot-Weiß-Rot-Karte-Fachkräfte
• tarif- bzw. kollektivvertragliche Entlohnung
• Integration in Regelstrukturen
3. Integrationsarchitektur
Koordination zwischen:
• Österreichischer Integrationsfonds (ÖIF)
• AMS
• Landesgesundheitsfonds
• Trägerorganisationen
• Menschenrechtsorganisationen
Freiwillige Integrationsbegleitung mit Evaluationsmechanismen.
BOARDING-HAUS-KONZEPTE (ÖSTERREICH)
Anpassung der drei Immobilienmodelle an österreichisches Recht:
1. Umnutzung leerstehender Bürogebäude
2. Modulare Dachaufstockungen
3. Sanierung verwahrloster Immobilien (Enteignung ausschließlich gemäß Art. 5 StGG / Art. 1 1. ZPEMRK und unter strikter Verhältnismäßigkeit)
Rechtsgrundlagen:
• Landesbauordnungen
• Raumordnungsgesetze der Länder
• Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz (WGG)
• Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz (NAG)
• GuKG
• ASVG
MOBILE GESUNDHEITS-CHECKUP-LABORE (ÖSTERREICH)
Federführung: BMK
Beteiligung: BMSGPK · BMASGPK · BMI
Einsatzorte:
• ASFINAG-Rastplätze
• Logistikzentren
• Speditionen
Rechtsrahmen:
• DSGVO
• Ärztegesetz
• ASVG
• Arbeitsinspektorat
Teilnahme freiwillig, keine fahrerlaubnisrechtliche Sanktionierung.
Nächste Schritte
1. Einrichtung einer interministeriellen Arbeitsgruppe
2. Abstimmung mit Landeshauptleutekonferenz
3. Budgetäre Evaluierung im Rahmen des Finanzausgleichs
4. Pilotprojekte in 2–3 Bundesländern
5. Wissenschaftliche Begleitung (Gesundheitsökonomie, Integration, Arbeitsmarkt)
Anpassung der drei Immobilienmodelle an österreichisches Recht:
1. Umnutzung leerstehender Bürogebäude
2. Modulare Dachaufstockungen
3. Sanierung verwahrloster Immobilien (Enteignung ausschließlich gemäß Art. 5 StGG / Art. 1 1. ZPEMRK und unter strikter Verhältnismäßigkeit)
Rechtsgrundlagen:
• Landesbauordnungen
• Raumordnungsgesetze der Länder
• Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz (WGG)
• Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz (NAG)
• GuKG
• ASVG
MOBILE GESUNDHEITS-CHECKUP-LABORE (ÖSTERREICH)
Federführung: BMK
Beteiligung: BMSGPK · BMASGPK · BMI
Einsatzorte:
• ASFINAG-Rastplätze
• Logistikzentren
• Speditionen
Rechtsrahmen:
• DSGVO
• Ärztegesetz
• ASVG
• Arbeitsinspektorat
Teilnahme freiwillig, keine fahrerlaubnisrechtliche Sanktionierung.
Nächste Schritte
1. Einrichtung einer interministeriellen Arbeitsgruppe
2. Abstimmung mit Landeshauptleutekonferenz
3. Budgetäre Evaluierung im Rahmen des Finanzausgleichs
4. Pilotprojekte in 2–3 Bundesländern
5. Wissenschaftliche Begleitung (Gesundheitsökonomie, Integration, Arbeitsmarkt)